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Schon zu Zeiten als ich noch Hannover wohnhaft war, wurde ich ein Fan des Eishockeysports. Über viele Jahre besuchte ich die Spiele des ortansässigen EC Hannover. Erst als infolge von Misswirtschaft des Vorstands der Verein Konkurs anmelden musste, wandte ich mich dem ESC Wedemark zu, der in Mellendorf beheimatet war. Als in Mellendorf die Eisbahn geöffnet wurde, war an Eishockey zunächst nicht zu denken, da die Eisbahn nicht die erforderlichen Maße besaß. Das änderte sich aber ab dem Jahre 1976 und forthin war ich ein treuer Fan des ortsansässigen Vereins. Das Ice House Wedemark, wurde im Laufe der Jahre immer weiter modernisiert, ja es wurde sogar zur Spielstätte der DEL-Vereine. Soweit war es aber noch nicht als in der Saison 1977/78 das ESC-Team in der Regionalliga den Spielbetrieb aufnahm. Der Verein machte sogleich Furore und wurde in der ersten Saison gleich Meister. Nach dem Einstand als Ligameister folgten die Jahre des Aufbaus in der Oberliga. Die ersten Spieler vom neugegründeten EC Hannover wechselten zu dem Dorfverein und auch die ersten ausländischen Spieler wurden verpflichtet. Nach wie vor sind aber die meisten Spieler echte Amateure, die einem bürgerlichen Beruf nachgehen. Im Jahre 1993 ist dann ein Eistraum in Erfüllung gegangen. Die 1. Deutsche Liga erwartet den Underdog aus der Provinz. Der Dorfclub arbeitet schon längst profihaft hat aber dabei seine Nähe zu den Fans nie verloren, ja die Spieler kennen viele der Zuschauer. Der Herbst 1995 bringt ein runderneuertes Team und das Saisonziel heißt DEL. Nach einer einmaligen Siegesserie heißt es dann: DEL wir kommen, wenn auch nach viel Stress und einer Menge Aufregung abseits vom Eis. Die Hannover-Scorpions – wie sich der Club jetzt nennt – haben sich in den ersten 5 Jahren ihrer DEL-Zugehörigkeit achtbar geschlagen, zunächst im örtlichen Icehouse ab der Saison 2001/2002 in der Preussag-Arena in Hannover. Im Jahre 2001 scheiterte man knapp am Einzug ins Finale zur Deutschen Meisterschaft und auch im Trendsport Inline Hockey war man erfolgreich. 1999 wurde das Team Deutscher Inline Hockeymeister. Ab der Saison 2002/2003 nahm die DEL die Hamburg Freezers mit der Lizenz der München Barons in die Deutsche Eishockey Liga auf, die von da an in der neu erbauten Color Line Arena den Spielbetrieb erfolgreich aufnahmen. Somit hat der Norden jetzt zwei Standorte in der höchsten Deutschen Liga. Die Hannover Scorpions hatten hingegen eine missratene Saison, sowohl auf als auch neben dem Eis. Tiefpunkt waren die ergebnislos verlaufenen Verhandlungen mit dem Betreiber der Preussag Arena, sodass die Scorpions in der kommenden Saison wieder im heimischen Ice House spielen, was sich jedoch auch als Vorteil herausstellen kann, da diese Sportstätte in der Vergangenheit den Gastvereinen nicht immer behagte. Wenn der Club jetzt wieder in Mellendorf spielt, sollte die Vereinsführung damit einhergehend sich auch wieder in Wedemarks Scorpions umbenennen.
Im Januar 2004 wurde ein neues Kapitel der
Hannover - vormals Wedemark Scorpions
aufgeschlagen. Die Familie Haselbacher, Eigner
der Betriebsgesellschaft veräußerte den
Großteil ihrer Anteile an den Unternehmer und
Betreiber der Preussag-Arena - G.
Papenburg.
Die Saison 2003/2004
endete für die Scopions doch noch mit einem
versöhnlichen Ausklang, der Abstieg konnte vermieden
werden.
In fünf knüppelharten, ja wenn nicht schon brutalen Spielen mit vielen schweren Spielerverletzungen, setzen sich die Scorpions in den play-downs mit 4 : 1 Siegen gegen die spielerisch besseren Freiburger Wölfe durch. Hoffen wir, das die kommende Saison wieder in der Preussag-Arena besseren Eishockeysport bietet. Chronik der Hannover Scorpions 1975: Der ESC Wedemark wird gegründet. 1977: Der ESC meldet das erste Herrenteam an. Es startet in der Regionalliga Nord, wird auf Anhieb Meister – der größte Erfolg für die kommenden zehn Jahre. Dezember 1983: Erstes Punktspiel-Derby in der Regionalliga gegen den EC Hannover. Der ESC verliert gegen den favorisierten Oberliga-Absteiger vor 1200 Zuschauern in Mellendorf mit 4:6. 1991: Der ESC wird Regionalliga-Meister und schaft unter Spielertrainer Jari Pasanen den Aufstieg in die Oberliga Nord. Erstmals für die Mannschaftszusammenstellung mit verantwortlich war Eric Haselbacher. Seit 1988 Jugendwart, ist er ab 1990 Eishockey-Obmann des Vereins. 1992: Jochen Haselbacher steigt als „Manager“ ein. 1993/94: Unter Trainer Kevin Gaudet wird das Team Oberliga-Meister und steigt in die 1. Liga Nord auf. Erstmals dabei: Len Soccio – noch heute Capitän der Hannover Scorpion – bereits im Jahr zuvor war Joe West zur Mannschaft gestoßen – der später Torschützenkönig der DEL wird. 1994/95: Die erste Mannschaft tritt als „ESC Wild Cats Wedemark“ auf. Jochen Haselbacher wird Präsident des Clubs, übernimmt als Inhaber der „Sport- und Freizeit GmbH“ den Umbau des Mellendorfer Eisstadions. 1995/96: Der ESC schafft den Aufstieg in die DEL. Willkommen ist der Dorfverein dort nicht – die DEL verlangt eine „Aufnahmegebühr“ von fünf Millionen DM. Erst nach etlichen Klagen und Verhandlungen steht fest: Die Mannschaft wird in der kommenden Saison als „Wedemark Scorpions“ in der höchsten deutschen Spielklasse mitmischen. 1997/98: Die Mannschaft wird in „Hannover Scorpions“ umbenannt. Erstmals reicxht es für die Play-offs: Nach Ende der Qualifikationsrunde belegt sie den 1. Platz, scheidet dann im Viertelfinale gegen Frankfurt aus. 2000/01: Unter Coach Olle Öst, der im Januar 2001 Kevin Gaudet abgelöst hatte, schaffen die Scorpions ihren bislang größten Erfolg. Sie stoßen in den Play-offs ins Halbfinale vor, scheitern dort gegen Mannheim. Zuvor war bekannt geworden, dass die Mannschaft von der kommenden Saison an in die Prußag-Arena umziehen würde. Im Heim-Halbfinale gegen Mannheim feiert sie ihre ausverkaufte Arena-Premiere: 10 500 Besucher sehen die 5:7 Niederlage gegen die Adler. 2003/04: Scorpions-Boss Jochen Haselbacher und Arena-Eigner Günter Papenburg können sich nicht über die Konditionen einigen, unter denen das DEL-Team weiter in der Arena spielen soll. Konsequenz: Die Scorpions kehren nach Mellendorf zurück, spielen mit einer Ausnahmegenehmigung und erheblich reduziertem Etat zunächst wieder im Ice-House. Im Januar 2004 einigen sich Haselbacher und Papenburg doch noch: Der Bauunternehmer kauft die „Eishockey Betriebs GmbH“ mitsamt DEL-Lizenz für angeblich 575.999 Euro, die Scorpions spielen ab sofort wieder in der Arena. Sportlich verläuft die Saison fast katastrophal: Das Team muss in die Abstiegsrelegation. Gegen die Freiburger Wölfe schafft sie nach knüppelharten Spielen erst dort den Klassenerhalt. 2004/05: Neuer starker Mann bei den Scorpions ist der ehemalige Teammanager Marco Stichnoth, der Manager Eric Haselbacher abgelöst hat. Stichnoth und Trainer Gunnar Leidholm stellen einen Kader zusammen, der erstmals überwiegend mit deutschen Spielern bestückt ist. Ausserdem sollen durch eine Kooperation mit dem Bundesligisten REV Bremerhaven Nachwuchskräfte an die DEL herangeführt werden. Diese Mannschaft kann den Fans viel Freude bereiten – und regelmäßig die Ränge der TUI Arena füllen. |
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