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eraldik – kleine  Wappenkunde

Alles, was mit Wappen zusammenh�ngt, bezeichnet man als ~heraldisch~ und der gesamte Komplex der Wappenkunde und Wappenkunst hei�t „Heraldik“.

Die von den Herolden entwickelten Regeln beruhen auf Erfahrungen des mittelalterlichen Kriegshandwerks und fanden wegen der seinerseits elementaren Bedeutung der Waffeng�nge weitgehend Anerkennung. Jede Person, ob F�rst oder Ritter, musste auch unter ung�nstigen Sichtverh�ltnissen schnellstens erkannt werden.

Neben dem Gesichtspunkt der Erkennbarkeit auf gro�e Entfernung, m�ssen formale Voraussetzungen erf�llt sein, um ein Zeichen als Wappen gelten zu lassen.

Ein Wappenbild muss auf mittelalterlichen R�stungsteilen, insbesondere dem Kampfschild, dargestellt denkbar sein.

Durch Wappen werden Personen oder Personengruppen repr�sentiert. Die Anwesenheit eines Wappens kann die Anwesenheit der Person, selbst �ber ihren Tod hinaus, ersetzen.

Deshalb sind auch Wappen bevorzugte Embleme  auf Siegeln und Stempeln.

Es gibt kein Wappen ohne Farben. Von der Zweckbestimmung der Wappen als Erkennungszeichen leiten sich auch die Grundregeln f�r die Farbgebung ab.

In der Heraldik gibt es sechs Grundfarben, n�mlich:

Gelb=Gold, Wei�=Silber, Rot, Blau, Schwarz und Gr�n.

Seltener sieht man noch die Farben Violett und Purpur. Dabei stehen die Farben Gelb f�r Gold und Wei� f�r Silber. In jedem Wappen muss einmal wenigstens Gold oder Silber vorkommen, beziehungsweise bei schlichter Ausf�hrung Gelb und Wei�. In einem korrekt aufgebautem Wappen erscheinen daher nicht Silber und Wei� als zwei verschiedene Farben, das dr�ckt sich auch darin aus, dass Gelb und Wei� die „Metalle“ heissen die mit den anderen Farben abwechseln sollen. Es ist daher als korrekt anzusehen, wenn ein Schildfeld in einer Musterung teils aus Metall und teils aus Farbe besteht.

Die Grundlage aller Blasonierungen ist eine einwandfreie Angabe, auf welche Weise der Wappenschild eingeteilt ist.

So kann der Schild gespalten, geteilt oder geviert sein, es kann ein Schildhaupt- oder Fu� vorhanden sein, er kann sowohl Rauten, Sparren, Balken oder einen Schildrand (Bord) aufweisen
s. nachstehende Grafiken)

Noch viele andere M�glichkeiten sind gegeben, die ich hier nicht alle auff�hren m�chte.

Berichte �ber Wappenschematismen finden sich in vielen Fachb�chern �ber Heraldik. Die Hauptfiguren der Heraldik im europ�ischen Mittelalter waren Kreuz, Adler, L�we und Lilie. Im Laufe der Jahrhunderte kamen Drachen, B�ren, W�lfe und anderes Getier hinzu; in der modernen Heraldik unserer Tage k�nnen Tiersymbole der Wappenstifter auch verwandt werden, wie da sind Eulen oder Pferde, Schafe, Stierk�pfe oder gar Bienen und Fische.

In den redenden Familienwappen von heute soll der Familienname in bildlicher Form wiedergegeben sein. Daf�r ist eine Ahnenreihe mehrerer Generationen unerl�sslich, wenn diese den Namen, die Ursprungsheimat und eine berufsst�ndige Zuordnung des Geschlechts durch die Heraldik-Zeichensprache versinnbildlichen soll.

Daher findet auf dem Schild heute die Farbgebung sich oft in der Heimat des Wappenstifters und seiner Vorfahren wieder. Ebenso berufsst�ndische Motive wie Axt, Tintenfass und Feder, M�nzen, Korngarben oder Sichel, sogar Schiffe und Anker.

Und so sieht ein Wappen aus:

 

Die Helmzier

 

Der Wulst

 

Der Helm

 

Die Helmdecke

 

Der Schild mit den Schildfiguren

 

Von den vorgenannten Bestandteilen ist der Schild der Wichtigste.

 

Die Helmzier und die Helmdecke sind miteinander in jedem Wappen verbunden.

H�ufig dargestellten Helmzieren sind B�ffelh�rner, Ferderschwingen, Menschen und Tierr�mpfe, aber auch T�rme, Schwerter und Keulen.

Der Wulst dient als �bergang zwischen Helmzier und Helmdecke. In adeligen Wappen sieht man anstelle des Wulstes auch Kronen.

Die Helmdecke zeigt in der Farbgebung innen stets Metall, aussen Farbe. Der Helm ist in b�rgerlichen Familienwappen meistens der Stechhelm, aber auch Topfhelme sind m�glich. Den adeligen Wappen war stets der Spangenhelm zugeordnet. Er ist stets metallfarben.

In der Fr�hform sah man aber auch den K�belhelm, sp�ter den Gitter – und Prunkhelm

Der Schild mit seinem Inhalt ist der Hauptbestandteil des Wappens. Seine Form entsprach bis etwa 1500 der Gestalt echter Kampfschilde, seitdem herrschen grafische Gesichtspunkte vor.

Vielfalt und  Formenreichtum der Heraldik bestimmen die Kombinationsm�glichkeiten der Schilde, eine Unzahl von geometrischen Mustern und Figuren aus allen Bereichen des Kosmos. Die vorgenannt aufgez�hlten Bestandteile bezeichnet man als Voll-Wappen.