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Was ist Genealogie

Die Genealogie wird im Allgemeinen als Wissenschaft gesehen und unterscheidet sich in einigen Punkten von der einzeln betriebenen Familienforschung. Das Wort Genealogie setzt sich aus dem lateinischen Wort genus und dem griechischen Wort logos zusammen. Genus steht f�r Stamm, Familie und Herkunft, logos f�r Lehre.

Genealogie bedeutet also: Die Lehre von den Familien und deren Herkunft und Entwicklung. Da in der genealogischen Vorgehensweise mit systematischer Methodik geforscht wird und die Ergebnisse in verallgemeinerten Thesen erscheinen, z�hlt sie zur Wissenschaft.

In der Ahnenforschung, die Familienmitglieder beitreiben, wird dagegen besonderer Wert auf das Spezielle und die besondere Familie gelegt. Diejenigen, die sich in ihrer Freizeit mit der Familienchronik besch�ftigen, �ben meist keine methodische wissenschaftliche Arbeit aus. Mit der Zeit, dem entsprechenden Fachwissen und umfangreicher Praxis kann sich aus einem Ahnenforscher ein geschickter Hobby-Genealoge entwickeln, der sich auf die Anleitungen, Literatur und Register der Wissenschaftler st�tzen kann. Ohne die Wissenschaft Genealogie mit ihren umfassenden Bibliotheken, methodischen Anweisungen und der Fachliteratur w�re eine konsequente und mit Erfolg gekr�nte Ahnenforschung eines einzelnen Familienmitgliedes kaum denkbar.

Genealogie

Woher kommen wir?

Wer sind unsere Vorfahren?

Millionen von Menschen suchen in ihrer Freizeit, Antwort auf die Frage nach ihrer Abstammung. Sie forschen in Archiven von Pfarr�mtern, Bischofssitzen und Stadtarchiven, durchk�mmen Kisten auf Dachb�den und in Kellern ihrer Verwandten, entziffern vergilbte Urkunden oder geben Zeitungsannoncen auf oder Forschen im Internet in Genealogie-Foren.

Die Ergebnisse ihrer Recherchen tragen sie dann in Ahnentafeln ein oder Stammb�umen, deren �ste sich immer weiter verzweigen, bis schlie�lich stattliche B�ume von ihnen erbl�hen.

Was heute f�r viele Ahnenforscher nur ein mit gro�er Leidenschaft betriebenes Hobby ist, war in fr�heren Zeiten ein wichtiges Instrument zur Legitimation k�niglicher, f�rstlicher oder geistlicher Macht.

Ihrer Bedeutung entsprechend wurde damals sehr viel k�nstlerische Sorgfalt auf die Gestaltung der Stammbaumerstellungen gelegt, egal ob es sich um Lebensb�ume der Blutsverwandtschaft oder dynastischer Macht handelte.

Vater – Sohn: Das war und ist auch heute der Ausgangspunkt der Ahnenforschung.

Seit ca.1800 ist die Ahnenforschung in s�mtlichen Gesellschaftsschichten verbreitet. Wenn auch im Wohnzimmer gelegentlich ein Stammbaum h�ngt, so bleibt die Genealogie doch eine sorgsam geh�tete Leidenschaft, manchmal von der ganzen Familie geteilt, aber nie an die gro�e Glocke geh�ngt wird, wie zu Gro�vaterszeiten. Statt der auf vergilbtem Papier gezeichneten Stammb�ume, sieht man heute oft Schaubilder aller Art, die vom Handel angeboten werden oder von Ahnenforschern erstellt wurden und auch Fotos gro�er Gruppen, die anl�sslich von Familientreffen entstanden. Solche Treffen geh�ren zu den neueren Erscheinungsformen der Ahnenforschung, sind sie doch ein Nebeneffekt der Hobbyforscher und entsch�digen ihn f�r all die Stunden die er in Archiven und �ber alten Familienpapieren verbrachte.

Die Forschung nach den Ahnen hat sich grundlegend ge�ndert, Archive und Kirchb�cher stehen den Suchenden zur Verf�gung, wenn auch der Zugang zu den Dokumenten nicht immer kostenfrei ist.

Die Nutzung umfangreicher Datenbanken sowie die Software, die einem breiten Personenkreis f�r die Ahnenforschung zur Verf�gung steht, erlauben dem an der eigenen Familiengeschichte Interessierten eine Menge an Informationen zu sammeln und auszuwerten, die dann in dem Motiv eines modernen Familienstammbaums sich niederschlagen.

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